Celler SPD wertet Landtagswahl aus – Schmidt und Mende: „Unsere Region muss in Hannover sichtbar bleiben!“

Nach dem Wahlabend hat die SPD im Landkreis Celle gestern Abend das Ergebnis der Landtagswahl ausgewertet. „Dieser SPD-Wahlsieg trägt einen Namen: Stephan Weil. Er genießt enormes Vertrauen im ganzen Land und ist der Garant für den großen Erfolg der Niedersachsen-SPD. Für diesen Erfolg haben wir gemeinsam monatelang Wahlkampf gemacht, allen voran unsere beiden Landtagskandidaten Christoph Engelen und Ros-Marie Siemsglüß, denen wir für ihr Engagement herzlich danken. Wir freuen uns, dass beide uns in der Kommunalpolitik erhalten bleiben!“, sagt Maximilian Schmidt, Vorsitzender der SPD im Landkreis Celle.

Bitter sei allerdings, dass aus dem Celler Land nun kein Abgeordneter der SPD mehr im Landtag und im Bundestag vertreten ist. „Das ist richtig schlecht für unsere Region. Die beiden CDU-Abgeordneten landen in der Opposition und die beiden AfD-Abgeordneten in der Totalopposition – gerade für die Vertretung unserer Interessen als Landkreis Celle ist das eine miserable Ausgangslage. Deshalb ist es ganz entscheidend, dass unsere Region bei der Landesregierung weiterhin sichtbar ist – und hier werden wir auch weiterhin Verantwortung übernehmen und unsere guten Kontakte nutzen“, sagt Schmidt, der als SPD-Unterbezirksvorsitzender weiterhin im SPD-Bezirksvorstand und SPD-Landesparteirat mitarbeitet, zusammen mit Dirk-Ulrich Mende, der die Celler SPD im SPD-Landesvorstand vertritt.

„Die gesamte Region zwischen Aller und Elbe hat bis auf Lüneburg-Land jetzt keinen Abgeordneten mehr in Hannover. Wir erwarten von der Landes-SPD, dass sie unsere Heide-Region im Blick behält. Das muss auch strukturpolitisch sichtbar werden – auf Landesebene werden wir das gerade jetzt mit Nachdruck deutlich machen“, fordert Schmidt. Mende verweist darauf, dass die Celler SPD eben in einem Marathonlauf unterwegs ist: „2008 hatten wir in Celle noch einen Abstand zwischen SPD und CDU von fast 18% und waren weit davon entfernt, mehrheitsfähig zu sein. Das haben wir mit jahrelanger Arbeit gedreht und sind seit der Landtagswahl 2017 stärkste Partei in Celle, das wurde auch bei der Bundestagswahl 2021 und jetzt der Landtagswahl 2022 bestätigt.“ Im Celler Kreistag hat die SPD nach der Kommunalwahl 2021 nach Jahrzehnten erstmals eine Mehrheitsgruppe gegen die CDU bilden können. „Wir haben eben nicht den Luxus der historischen Vorsprünge wie in SPD-Hochburgen in anderen Landesteilen, sondern müssen uns Erfolge mühsam erarbeiten“, so Schmidt und Mende.

Besonders alarmiert sind die Sozialdemokraten vom starken Abschneiden der AfD im Celler Westkreis: „Über die Hälfte der Wählerinnen und Wähler der AfD hat aus Protest bei dieser Partei das Kreuz gemacht. Wir nehmen das sehr ernst, vor allem nehmen wir die Sorgen der Menschen ernst. In den Mittelpunkt unserer Politik müssen eben die Familien mit Kindern rücken, wo zumeist beide Elternteile hart gearbeitet haben, um sich beispielsweise den Traum vom Eigenheim zu erfüllen“, so Schmidt. Die meisten sind auch Pendler, die in die Ballungszentren zur Arbeit fahren müssen und die anders als mit dem Auto nicht von A nach B kommen. „Gerade diese Menschen werden jetzt von Energiekrise, Inflation und hohen Spritpreisen hart getroffen und sehen ihr Lebensmodell, das sie sich selbst erarbeitet haben, in Gefahr. Die Sorgen dieser Menschen, der arbeitenden Mitte der Bevölkerung hier bei uns in Stadt und Landkreis Celle, müssen wir im Blick haben und ihnen politisch Antworten liefern. Genau für diese Menschen muss die SPD erste Ansprechpartnerin sein“, so Maximilian Schmidt, der einfordert, dass die Bundesebene jetzt schnelle Entscheidungen zur Lösung der Energiekrise trifft, unter anderem durch einen wirksamen Preisdeckel für Strom und Gas.

Die Celler SPD selbst wird in den kommenden Wochen und Monaten ebenfalls hart daran arbeiten, dass Vertrauen in die Partei auszubauen: „Wir ruhen uns nicht auf dem Erfolg der Niedersachsen-SPD aus, sondern arbeiten weiter. Wir werden auch bewusst nach der Wahl weiter in den Bürgerdialog gehen und auch stark in die Werbung um neue Mitglieder gehen, dazu folgen in Kürze weitere konkrete Schritte, die wir in unserem SPD-Unterbezirksvorstand vereinbart haben. Wer was ändern und sich für die Gemeinschaft einsetzen will, ist bei der SPD herzlich willkommen – wir freuen uns über jede Verstärkung!“, so Schmidt abschließend.