Statement zum Thema Impflicht: Wir brauchen sie, nur so kommen wir raus aus der Corona-Pandemie

Von der Celleschen Zeitung bin ich letzte Woche zum Thema Impfpflicht befragt worden. Die Fragen und meine Antworten veröffentliche ich hier zum Nachlesen:

Sind Sie für oder gegen die Impfpflicht?

Ja, ich bin eindeutig dafür.

Wie begründen Sie Ihre Haltung?

Wenn wir eine Pandemie wie die heutige mit dem Corona-Virus bewältigen wollen, brauchen wir eine vollständige Impfung aller Menschen – dies ist wissenschaftlich erwiesen. Die zur Verfügung stehenden Impfstoffe sind mittlerweile milliardenfach verimpft worden, sind hoch wirkungsvoll und von wenigen, aber einigermaßen erträglichen Nebenwirkungen begleitet – auch dies ist wissenschaftlich erwiesen.

Dabei ist die Einführung einer Impfpflicht einer Abwägungsfrage: Ist diese Verpflichtung gerechtfertigt? Ich bin davon überzeugt, dass dies so ist, denn nur so kann der umfassende Schutz aller Menschen gewährleistet werden. Und nur so können die zahlreichen Einschränkungen einigermaßen zügig beendet werden. Dies muss das übergeordnete Interesse unserer Gesellschaft sein.

Glauben Sie, dass es eine Impfpflicht geben wird? 

Ich hoffe, ja – und hoffentlich bald. Übrigens: Die Einführung einer Impfpflicht ist eine deutsche Erfindung – 1807 führte das Königreich Bayern als weltweit erster Staat die Impflicht gegen die Pocken ein, 1874 galt sie dann im ganzen Deutschen Reich. Sie wurde 1983 aufgehoben, nachdem die Krankheit für ausgerottet erklärt wurde. Corona wird durch die Impfpflicht auch nicht gleich verschwinden – aber die Impfpflicht ist der einzige Weg, um absehbar raus aus der Pandemie zu kommen.