Maximilian Schmidt

Mitglied des Landtages

Schmidt: Land leistet nach Hochwasser Soforthilfe mit 25-Millionen-Euro-Fonds

Hochwasserschutz im Celler Land hat funktioniert, aber noch Verbesserungsbedarf

Die niedersächsische Landesregierung wird den Menschen in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten direkt und unmittelbar zu helfen – dafür sollen 25 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt werden. „Ich halte das für den richtigen Weg – wir werden jetzt im Parlament ein zügiges Verfahren zur Freigabe der Mittel auf den Weg bringen“, sagt der Celler SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt. Dazu werde bereits in der kommenden Woche ein Nachtragshaushalt in den federführenden Ausschuss für Haushalt und Finanzen eingebracht, dem auch Schmidt angehört. „Unser Ziel ist, so schnell wie möglich Hilfe zur Verfügung zu stellen – das dafür nötige Haushaltsgesetz wollen wir in der kommenden Woche im Ausschuss beraten und bereits in der Folgewoche im Plenum des Landtages beschließen.“

Vorbild für die Maßnahme ist dabei die Hochwasserhilfe im Jahr 2013, mit der beim seinerzeitigen Hochwasser das Land Niedersachsen Betroffenen schnell und unbürokratisch geholfen hat. „Damals war auch das Celler Land stark betroffen, die Hilfsgelder sind seinerzeit auch hier bei uns eingesetzt worden“, so Schmidt, der zugleich feststellt, dass der Hochwasserschutz im Celler Land diesmal besser funktioniert hat: „Es war richtig, dass im Landkreis Celle in den letzten Jahren mit Hilfe des Landes Niedersachsen in den Hochwasserschutz investiert worden ist. Seit 2013 sind über 3,3 Millionen Euro an Fördermitteln des Landes dafür im Celler Land eingesetzt worden. Besonders hilfreich waren die Mittel in der Stadt Celle, was jetzt bestätigt worden ist.“

Dennoch sieht Schmidt weiteren Verbesserungsbedarf: „Es muss weiter investiert werden, gerade in den Gemeinden entlang der Aller. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass hierfür Fördermittel bereitgestellt werden.“ Gut sei dabei, dass mittlerweile auch ein abgestimmtes Hochwasserschutzmanagement entlang des gesamten Flusses installiert wurde, so dass alle Städte und Gemeinden zusammenarbeiten – „Allein diese Planung haben wir seitens des Landes Niedersachsen mit über 200.000 Euro unterstützt.“ Die Koordinierung übernimmt dafür die Samtgemeinde Flotwedel.

„Was noch verbessert werden muss, ist die Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt des Bundes, das die Wehre und Schleusen beaufsichtigt. Bei Hochwasserlagen muss die Steuerung des Wasserabflusses noch besser werden, so dass beispielsweise im Celler Westkreis nicht alle Flächen volllaufen, während weiter flussabwärts noch Flächen freibleiben. Einfach gesagt: Die Wasserlast muss besser verteilt werden“, fordert Schmidt, der sich damit auch auf aktuelle Hinweise von Landwirten aus der Region bezieht.