Landesregierung prüft Stationierung der Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen in Celle-Wietzenbruch

Schmidt: „Wir haben bereits intensiv für unseren Standort geworben, die Prüfung läuft – die Stationierung wäre ein großer Erfolg für unsere Stadt!“

Das Niedersächsische Innenministerium sucht derzeit nach einem zukunftsfähigen Standort für die Polizeihubschrauberstaffel des Landes Niedersachsen. Hintergrund ist, dass der Mietvertrag für die derzeitige Liegenschaft der Staffel auf dem Flughafen Hannover im Jahr 2022 ausläuft. Deshalb sind weitere Standorte in den Blick geraten, so auch der Fliegerhorst Celle-Wietzenbruch. Mit Blick auf die optimalen Voraussetzungen in Celle hat der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt bereits seit Anfang des Jahres Gespräche auf Landesebene dazu geführt. Das Ergebnis: Celle hat dabei durchaus gute Chancen.

Zusammen mit Schmidt, dem seinerzeitigen Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und dem Standortkommandeur Oberst Carsten Jahnel hat dazu bereits eine erste Prüfung vor Ort stattgefunden: „Bereits am 15. Februar 2017 konnten wir in Celle eine große Delegation aus Fachleuten vom Innenministerium, der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, der Oberfinanzdirektion Niedersachsen und den zuständigen Stellen der Bundeswehr begrüßen“, berichtet Schmidt. „Wir haben dabei die Vorzüge des Standortes Wietzenbruch deutlich gemacht: Hier liegen durch das Ausbildungszentrum Luftbeweglichkeit der Bundeswehr optimale Kompetenzen für die gemeinsame Ausbildung vor, zudem sind alle technischen Voraussetzungen vorhanden, um die Polizeihubschrauber bestmöglich zu warten.“ Seitens der Bundeswehr wurden dabei verschiedene Szenarien für die Stationierung in Wietzenbruch dargestellt: So stehen auf dem Gelände mehrere verschiedene Hallen zur Verfügung, zudem gäbe es perspektivisch auch genug Raum für mögliche Um- und Neubauten.

Im Anschluss an den Besuch in Celle hat Schmidt mehrere Gespräche in Hannover geführt – so u.a. beim Landespolizeipräsidium und mit Innenminister Boris Pistorius selbst. „Ich habe den Innenminister um eine detaillierte Prüfung des Standorts Celle gebeten und dabei die möglichen Entwicklungschancen dargestellt. Diese Prüfung hat er mir zugesichert“, so Schmidt. Für das Einsatzspektrum der Polizeihubschrauberstaffel hätte der Standort Wietzenbruch laut Schmidt viele Vorteile: „Durch die Stationierung in Celle könnten die Hauptverkehrsadern A2, A7, A37 und A39 bestens erreicht werden, außerdem wären Süd- und Ost-Niedersachsen besser anzufliegen. Und noch viel wichtiger: Am Flughafen Hannover besteht im Flugbetrieb eine regelmäßige Konkurrenz mit dem Verkehrsflugbetrieb, diese besteht in Celle nicht. Von Celle aus könnte zusammen mit dem Standort Oldenburg ganz Niedersachsen bestmöglich durch die Polizeihubschrauberstaffel erreicht werden.“

„All’ dies muss jetzt genau geprüft werden. Es wird vor allem auf die Untersuchung der Wirtschaftlichkeit ankommen. Dieser Prozess wird noch andauern, das Ergebnis ist offen. Auch am Standort Hannover wird ein neues Angebot erwartet“, erklärt Schmidt. „Jetzt geht es um eine sach- und fachgerechte Prüfung, am Ende kommt es auf das beste Ergebnis für ganz Niedersachsen an.“ Der Celler SPD-Landtagsabgeordnete erhofft sich, dass auch nach dem Amtswechsel im Celler Rathaus die Werbung für den Standort Celle fortgesetzt werden kann: „Ich bin zuversichtlich, dass auch der neue Oberbürgermeister die Unterstützung von Dirk-Ulrich Mende für die Planungen fortsetzen wird.“ Mit Blick auf die Verlautbarungen von anderen Abgeordneten zum gleichen Thema erklärt Maximilian Schmidt: „Schön, dass die Idee auch bei anderen Kollegen auf so viel Zuspruch trifft. Sie sind herzlich eingeladen, die Bemühungen für den Standort Celle zu unterstützen. Für unsere Stadt wäre die Stationierung jedenfalls ein großer Gewinn!“

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