Entlastung des Celler Westkreises bei Staus auf der A7: Schmidt unterstützt Forderung nach Öffnung der Platzrandstraße im Heidekreis

Lange Autoschlangen – wer in Winsen oder Ovelgönne wohnt, kennt insbesondere in den letzten Monaten dieses Bild. Seit Beginn der umfangreichen Bauarbeiten auf der Bundesautobahn A7 ist diese Strecke nahezu täglich durch lange Staus belastet. Oft beginnen die Staus schon im Bereich der Eckverbindung der A352 zur A7 oder spätestens bei der Abfahrt Berkhof und ziehen sich entlang der gesamten Strecke bis nach Soltau. Die Folge ist ebenfalls eine enorme Belastung der Gemeinden im Westkreis des Landkreises Celle: „Viele Fahrer nutzen als Ausweichstrecke zur A7 dann die Verbindung über Fuhrberg, Ovelgönne und Winsen und fahren dann über Meißendorf und Ostenholz oder über Bergen wieder auf die A7 im Norden. Unsere Gemeinden und insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner in Ovelgönne und Winsen werden dadurch erheblich belastet. Und jede und jeder Pendler kann von den Dauerstaus ein Lied singen, ich selbst gehöre dazu, weil ich nahezu täglich nach Hannover fahren muss“, sagt der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt. Bei längeren Staus auf der A7 sind auch die Städte Celle und Bergen besonders belastet, weil dann die B3 als Ausweichstrecke genutzt wird.

Als schwieriger „Flaschenhals“ wird dabei das A7-Teilstück nördlich des Dreiecks Walsrode gesehen, weil dort die meisten Staus entstehen, die sich dann sukzessive auf der A7 hinauf und hinab verlängern. „Im benachbarten Heidekreis ist deshalb kürzlich die Forderung aufgestellt worden, die Platzrandstraße im Bereich des Heidekreises bei derartigen Stausituationen zu öffnen, um den Verkehr nahe der Autobahn umzuleiten und Staus somit trassennah aufzulösen“, berichtet Schmidt. Hierzu hat es im Nachbarkreis zunächst heftigen politischen Streit gegeben, Grund hierfür ist der Nutzungskonflikt mit dem Truppenübungsplatz – im Schießbetrieb kann die Platzrandstraße nicht für den Zivilverkehr geöffnet werden. „Es ist verständlich, dass bei laufendem Übungsbetrieb die Straße nicht genutzt werden kann. Wenn dies nicht der Fall ist, wäre dies aber möglich – und genau diese Möglichkeit sollte stärker genutzt werden“, so Schmidt.

Nötig sei dafür ein abgestimmtes Verfahren zwischen dem Land, dass im Rahmen der Bundesauftragsverwaltung für die A7 zuständig ist, und dem Bund, der über Bundeswehr für den Platz zuständig ist. „Es müsste möglich sein, sich bei besonders gravierenden Staulagen besser und schneller abzustimmen, so dass die Platzrandstraße auch genutzt werden kann. Land und Bund müssten sich hierfür auf ein effektives Verfahren abstimmen, außerdem müssten Straßenbauverwaltung, Polizei und Platzverwaltung dann eine wirksame Verkehrslenkung organisieren – dafür kommen beispielsweise mobile Anzeigetafeln infrage“, meint Schmidt. In jedem Falle müssten alle Möglichkeiten geprüft werden, gerade den Celler Westkreis vom Ausweichverkehr der A7 zu entlasten: „Gerade in Winsen hat die Verkehrsbelastung enorm zugenommen – hier muss Abhilfe geschaffen werden, daran muss gemeinsam gearbeitet werden“, so Schmidt. Als besonders hilfreich würde der Abgeordnete es bewerten, wennn die beiden Landkreise Celle und Heidekreis hierfür gemeinsam Position beziehen würden – so könnte auch der Bund von seiner bisher ablehnenden Haltung eher abgebracht werden.

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