Maximilian Schmidt vertritt künftig Niedersachsen auch in Europa

Landesregierung schlägt Celler Landtagsabgeordneten für Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates vor

Die niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung einstimmig beschlossen, den Celler Landtagsabgeordneten Maximilian Schmidt als Vertreter des Landes Niedersachsen im Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates vorzuschlagen. Die Benennung als Vorschlag Niedersachsens erfolgte gestern durch Europa-Staatssekretärin Birgit Honé in der Niedersächsischen Staatskanzlei. Der 32-jährige Abgeordnete wird damit künftig neben seiner Arbeit im Niedersächsischen Landtag auch auf europäischer und internationaler Ebene die Interessen seines Heimatlandes Niedersachsen vertreten.

Der Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates (KGRE) ist die Vertretung der über 200.000 regionalen und lokalen Gebietskörperschaften der 47 Mitgliedsstaaten des Europarates. Der Europarat selbst wurde 1949 gegründet und ist die älteste gemeinsame Organisation europäischer Staaten – neben den EU-Mitgliedsstaaten gehören dem Europarat zahlreiche weitere Staaten in und um Europa an. Der Kongress besteht aus zwei Kammern, der Kammer der Gemeinden und der Kammer der Regionen, beiden zusammen gehören 324 Mitglieder sowie 324 Vertretungen an. Schmidt wird als eines der jüngsten Mitglieder in der kommenden Mandatsperiode, die vier Jahre dauert, als Stellvertreter Niedersachsen in der Kammer der Regionen mitwirken, darin sind die Länder der Bundesrepublik Deutschland repräsentiert. Neben der OECD, die sich um die wirtschaftliche Zusammenarbeit kümmert, und der NATO, die die militärische Kooperation absichert, ist der Europarat die Organisation zur Förderung der politischen Einigung auf dem Kontinent.

Zielsetzung des Kongresses ist dabei, sicherzustellen, dass die lokalen und regionalen staatlichen Einheiten bei der europäischen Integration mitwirken und an der Arbeit des Europarats für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit teilhaben. Zudem stellt der KGRE ein Forum des internationalen Austauschs dar, bei dem sich nicht etwa die Staatsoberhäupter und Regierungschefs treffen, dafür aber die Entscheidungsträger der kommunalen und regionalen Ebene.

„Für mich ist es eine große Ehre, mein Heimatland Niedersachsen auf europäischer und internationaler Ebene vertreten zu dürfen. Für das Vertrauen der niedersächsischen Landesregierung bin ich sehr dankbar“, sagte Maximilian Schmidt anlässlich der Benennung. „Als Niedersachse bin ich auch aus ganzem Herzen und mit voller Überzeugung Europäer. Mein Ziel im Kongress ist es, am Zusammenwachsen Europas mitzuarbeiten, aber zugleich auch für starke Länder und Kommunen zu werben. Gerade jetzt ist es entscheidend, für die europäische Idee einzustehen. Dabei werde ich die besonderen Interessen meines Heimatlandes mit Nachdruck vertreten“, so der Abgeordnete, der im Landtag auch stellvertretender Vorsitzender des Europaausschusses ist und in seiner Heimat im Kreistag und Gemeinderat tätig ist. Die neue Aufgabe nimmt Schmidt dabei zusätzlich zu seiner Tätigkeit im Landtag ehrenamtlich als Vertreter des Landes Niedersachsens wahr. Die neue Mandatsperiode des Kongresses der Gemeinden und Regionen Europas beginnt im November diesen Jahres und dauert bis 2020 an.

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