Winser Skater wollen ihren Skateplatz zurück – Randolph und Schmidt helfen: „Der Platz muss schnellstmöglich wieder geöffnet werden!“

Seit einigen Tagen ist es ruhig auf der Winser Skateanlage geworden. Ein großer Bauzaun verschließt den Zugang zum Gelände, ein Hinweis der Gemeindeverwaltung, dass die Anlage vorrübergehend geschlossen ist, schickt viele Skater wieder zurück nach Hause. Der Grund: Vor knapp drei Wochen gab es einen erneuten Fall von Vandalismus auf dem Gelände. Jugendliche trafen sich in den Abendstunden zum feiern, zersplittere Glasflaschen und weiterer Unrat wurde rücksichtslos hinterlassen.

Maximilian Rohte, Mitarbeiter der Jugendpflege, ist traurig über die Schließung. „Dass der Platz gerade jetzt in den Ferien geschlossen wurde macht mich wütend. Draußen sind über 30 Grad und die Skater, welche überwiegend Kinder und Jugendliche sind, können die Anlage nicht nutzen.“ Außerdem fügt Rohte hinzu, dass die Problematik mit den Ansammlungen von jungen Erwachsenen in den Abendstunden keineswegs neu ist. Warum die Gemeinde ausgerechnet jetzt das Areal schließt, können er und seine Freunde nur wenig nachvollziehen. „Wir wollen einfach nur wieder unsere Anlage zurück, die wir größtenteils selber errichtet haben, und wollen sie nutzen können“, so der Tenor aus der Menge.

Ihnen zur Hilfe kommen nun die Winser Ratsherren Jannik Randolph (CDW) und Maximilian Schmidt (SPD). Gemeinsam mit einigen Skatern haben sie sich am Freitagabend das Gelände angeschaut. Auch sie sind verärgert über den Vandalismus. „Wir erleben hier kein lokales Problem, was nur den Skateplatz betrifft. Seit dieser geschlossen ist, treffen sich die Gruppen abends wieder am Bootsanleger auf der Allerwiese und hinterlassen dort ihre Spuren. Auf der Skateanlage werden gerade Kinder und Jugendliche für das Fehlverhalten anderer, welche nur zum Trinken und Feiern hier her kommen, abgestraft. Und das kann absolut nicht sein!“, sagt Jannik Randolph.

Maximilian Schmidt, der auch Vorsitzender des Schul-, Sozial- und Jugendausschusses der Gemeinde ist, fordert zusammen mit Randolph eine zügige Wiedereröffnung des Skateplatzes: „Wir sind unglaublich stolz auf das Projekt ,Skateplatz’, dass mit Unterstützung unserer Gemeinde und der Mobilen Jugendpflege vor Jahren entstanden ist. Die, die hier Schaden angerichtet haben, müssen ausfindig gemacht werden und für den Schaden geradestehen. Zugleich darf keine Kollektivstrafe verhängt werden. Wir machen uns deshalb bei der Gemeinde dafür stark, dass der Platz umgehend für alle Kinder und Jugendlichen geöffnet wird.“

Die Skater und die beiden Kommunalpolitker wollen erreichen, dass der Platz noch in den Schulferien wiedereröffnet wird. Dafür bieten die Jugendlichen im Gegenzug an, zeitnah eine gemeinsame Aufräumaktion durchzuführen – hierbei soll der Bauhof unterstützen, die Aktion soll künftig zweimal im Jahr stattfinden. Und: Bisher sind keine finanziellen Mittel für die Unterhaltung und Reinigung des Geländes im Winser Gemeindehaushalt vorgesehen. „Auch hier müssen wir nachsteuern – wir brauchen Mittel, damit der Platz in Ordnung gehalten werden kann“, so Randolph und Schmidt. Die Jugendlichen sind nach wie vor bereit, auf dem Skateplatz als Eigenleistung selber Hand anzulegen, entsprechend wird nur ein geringer Betrag benötigt. Denn ihnen liegt viel an der Anlage – was heute wieder deutlich zu spüren war.

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