Schmidt: „Fatales Signal – CDU lässt mit geplantem GVH-Ausstieg die Menschen im Stich“

Zu der Ankündigung der CDU-Kreistagsfraktion, auf die Einführung des GVH-Tarifs im Landkreis Celle verzichten zu wollen, gibt es seitens der SPD eine scharfe Ablehnung: „Das wäre ein fatales Signal! Wenn die CDU auf der Zielgeraden den Ausstieg aus dem Einstieg aus dem GVH plant, dann macht sie die jahrelangen Bemühungen mit einem unüberlegten Schnellschuss zunichte – die Landesförderung wäre futsch, der Kreiszuschuss zunächst auch, man müsste ganz von vorn anfangen. Wie man quasi mit Ansage die Menschen im Nordkreis so im Stich lassen will, ist mir unerklärlich. So wenig Rückgrat war selbst bei der CDU bisher nicht zu vermuten“, erklärt der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt zu den Ankündigungen der CDU, auf die Einführung des Großraumtarifs für Celle, Eschede und Unterlüß jetzt verzichten zu wollen.

Auch aus sachlichen Erwägungen sei der Vorstoß in Richtung NITAG (Niedersachsentarif) schlicht abwegig: „Das ist einfach die schlimmste Augenwischerei! Der NITAG existiert bereits, ist aber unattraktiv für Pendler und Touristen – es würde also keinerlei Verbesserung geben, genau deshalb wollen wir ja seit Jahren in den GVH.“ Für noch schlimmer hält Schmidt auch die Wirkung dieser Ankündigung: „Die CDU-Kreistagsfraktion fällt damit auch Landrat Wiswe und Oberbürgermeister Mende in den Rücken, die jetzt bei der Region Hannover und dem GVH erneut auf die Einführung drängen. Was soll dieses Manöver? Niemand in den Nachbarkreisen wird diesen Schlingerkurs ernsthaft unterstützen, wir würden uns völlig isolieren“, sagt Schmidt, der vermutet, dass sich die CDU selbst einen „schlanken Fuß“ machen will, weil sie den GVH nun doch nicht finanzieren möchte.

Der SPD-Politiker wirbt stattdessen dafür, lieber das einmal Geplante endlich abzuschließen, statt eine „neue Sau durchs Dorf zu jagen“: „Wir haben einen Konsens mit allen Landkreisen rund um die Region Hannover, wir haben die Zusage des Landes, wir haben erfolgreich für eine Förderzusage von über 2 Millionen Euro gekämpft. Und wir hatten bisher einen parteiübergreifenden Konsens – die Politik muss jetzt gemeinsam den GVH durchsetzen!“ Ansonsten drohe laut Schmidt das Projekt komplett zu scheitern – alle Beratungen wären wieder auf Anfang gestellt und die Menschen im Nordkreis müssten weitere Jahre warten. „Die CDU muss jetzt zur Vernunft kommen! Wir jedenfalls wollen den GVH weiter uneingeschränkt durchsetzen. Für derartige Irrlichterei stehen wir nicht zur Verfügung!“

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