Schnelles Netz für alle statt Stückwerk – Planung zum Breitbandausbau im Celler Land auf gutem Weg

Schmidt: „Flächendeckend Glasfaser, hohe Bandbreite – jetzt müssen wir Tempo bei der Umsetzung machen!“

Die Planung zum Ausbau des schnellen Internets ist im Landkreis Celle auf einem guten Weg – so bewertet der Celler SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt das Programm, das derzeit von der Kreisverwaltung vorbereitet wird: „Nach monatelangem Werben freue ich mich sehr, dass wir uns mit der Forderung nach hoher Bandbreite und maximaler Abdeckung durchgesetzt haben. Wir brauchen schnelles Netz für alle – 50 MBit/s als Mindestbandbreite und fast 100% Abdeckung aller Haushalte ist das richtige Ziel, alles andere wäre nur Stückwerk.“

Bereits vor rund einem Jahr hatten Experten eine solche nachhaltige Lösung empfohlen: So warb Peer Beyersdorf, Geschäftsführer des Breitbandkompetenzzentrums Niedersachsen, mehrfach in Celle nachdrücklich für den flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser statt der alten Kupfer-Technologie. „Mit Glasfaser hat man faktisch keine Bandbreitenbegrenzung – beim Ausbau über Kupferkabel mit der sogenannten Vectoring-Technik müsste man in wenigen Jahren sicher erneut investieren, außerdem ist man an das faktische Telekom-Monopol gebunden. Das können wir uns im Celler Land nicht leisten: Wir müssen jetzt den großen Wurf mit einer echten Zukunftsinvestition wagen!“, erklärt Schmidt. Die Planung würde vorsehen, dass in den unterversorgten Gebieten vom Landkreis flächendeckend Glasfaser-Anschlüsse verlegt werden, aktiv betrieben wird das Netz von einem Telekommunikationsunternehmen – mehrere tausend Haushalte im Zielgebiet könnten so um ein Vielfaches besser versorgt werden.

Die Kostenkalkulation ist mittlerweile geprüft, so dass mit einer Förderung durch Land, Bund und EU sowie den Einnahmen aus einer Verpachtung des Netzes der Landkreis am Ende einen vergleichsweise nur geringen Anteil selbst besteuern müsste. Schmidt, der auch netzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag ist, verweist dabei auf die einmalige Förderkulisse: „Wir haben in Niedersachsen eine Förderkulisse aus einem Guss aufgestellt. Für das Zukunftsmodell flächendeckender Glasfaserausbau, bei dem die Landkreise als Betreiber investieren und das Netz anschließend verpachten, können Fördermittel von Land, Bund und EU kombiniert werden, außerdem entstehen Einnahmen. So etwas gab es noch nie – und wird es sicher auch nicht wieder geben.“ Die Förderchancen des Celler Landes bewertet Schmidt als vielversprechend: „Celle hätte gute Aussichten auf eine Millionenförderung – deshalb werbe ich mit Nachdruck dafür, dass wir diese einmalige Chance jetzt nutzen, in Hannover wartet man auf unseren Antrag. Wir könnten als Landkreis enorm punkten – und gerade der ländliche Raum, viele Bürgerinnen und Bürger und zahlreiche Unternehmen würden erheblich profitieren.“

Wichtig ist laut Schmidt, dass die Politik in Landkreis, Städten und Gemeinden sich jetzt schnell auf einen gemeinsamen Weg einigt: „Es lohnt sich, wenn der Kreis jetzt aus einer Hand als Betreiber mit Unterstützung der Gemeinden dieses Großprojekt zügig anpackt. Bereits Ende April endet die nächste Förderauswahlrunde, bis dahin sollte alles unter Dach und Fach sein. Wenn die Gemeinden und der Kreistag grünes Licht geben, kann es zügig losgehen. Für uns in Celle muss gelten: Wir leben nicht nur aus der Vergangenheit – sondern wir machen uns auch fit für die Zukunft!“

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