Schmidt und Mende: GVH muss endlich kommen – Klarheit dringend erforderlich

SPD drängt bei Kreis und Land auf zügige Einführung des neuen Bahntarifs

Für die Fahrgäste der Bahn aus Celle, Unterlüß und Eschede ist es mittlerweile eine unendliche Geschichte: Die Einführung des GVH-Tarifs für die drei Bahnhöfe wurde immer wieder verschoben, zuletzt wurde auch der ursprünglich geplante Einführungstermin zum 01.01.2016 von den beteiligten Verwaltungen erneut gekippt. „Das Vorgehen ist eine Farce, insbesondere die betroffenen Pendlerinnen und Pendler in Eschede und Unterlüß werden regelmäßig immer wieder im Regen stehen gelassen. Das kann so nicht weitergehen – der GVH muss endlich kommen, Klarheit ist jetzt dringend erforderlich!“, fordert der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt, der seit Jahren für die Einführung des GVH im Celler Land kämpft und den immer wieder Zuschriften von Bürgern erreichen, die auf den GVH-Tarif warten.

Zuletzt hatten Vertreter der Region Hannover den Kreis Celle immer wieder vertröstet, ein Einführungstermin zum 01.04.2016 wurde dann angekündigt. „Wir haben nun 2016 und noch immer gibt es keine klare Aussage, still ruht der See. Das kann so nicht weitergehen – wir werden deshalb jetzt erneut Druck machen“, kündigen Schmidt und der Celler Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende an. Konkret geht es dabei darum, in Eschede und Unterlüß den Zeitkartentarif sowie in beiden Bahnhöfen und in Celle den Tagestarif einzuführen. „Für die Stadt Celle ist die vollständige Einbindung in den GVH eminent wichtig, um gerade Gästen von nah und fern den Besuch unserer Stadt zu erleichtern und auch den Hannoveranern und Hannoveranerinnen zu dokumentieren, dass Celle zum Großraum gehört. Die Einbeziehung in den GVH ist nämlich nicht nur eine verkehrspolitisch wichtige Entscheidung, sondern auch für die Wirtschafts- und Regionalentwicklung von herausragender Bedeutung“, so Mende.

Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte Schmidt zusammen mit anderen erreichen können, dass das Land die GVH-Einführung mit einem Millionenbetrag fördert: „Die Landesregierung hat sich bereit erklärt, dieses wichtige Projekt über drei Jahre mit insgesamt 2,125 Millionen Euro zu fördern. Aber auch trotz dieser ganz erheblichen Finanzzusage sind die Verantwortlichen scheinbar kein Stück weiter. Das ist schlicht abenteuerlich und kaum mehr zu begründen“, ärgert sich Schmidt. Seinerzeit erfolgte eine Einigung zwischen Land, der Region Hannover und den Landkreisen Celle, Hameln-Pyrmont, Heidekreis, Nienburg und Schaumburg dahingehend, den GVH-Regionaltarif in den genannten Landkreisen auf bestimmten Strecken auszuweiten. Die Ausweitung war von den Landkreisen gewünscht worden und soll vom Land mit insgesamt 2,125 Mio. Euro über drei Jahre gefördert werden, damit werden die Mindereinnahmen der SPNV-Verkehrsunternehmen ausgeglichen. Auch der Kreis hatte Mittel zur Einführung mehrfach in den Haushalt eingestellt. Bisher wurde von diesen Mitteln nichts abgerufen.

Im Herbst dann trat man seitens des GVH dann auf die Bremse, zahlreiche Verträge müssten geändert, viele Formalien abgearbeitet werden. „Es bleibt die Frage, was in der Zwischenzeit dort eigentlich gearbeitet worden ist. Es kann nicht sein, dass das Thema immer wieder auf die lange Bank geschoben wird“, sagen Mende und Schmidt. In dieser Woche wenden sich beide deshalb erneut an Kreis und Land, um Klarheit zu erreichen: „Ziel muss es sein, jetzt endlich einen verbindlichen Termin zu bekommen – die Menschen haben Klarheit verdient!“

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