Schmidt: Allens Gaude „Plattdüütsche Schaul Eversen“!

Der Grundschule Eversen wurde jetzt von der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt der Titel „Plattdeutsche Schule“ verliehen. Dazu gratuliert herzlich der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt: „Die Grundschule kann sich jetzt ,Plattdütsche Schaul Eversen’ nennen – darauf können alle, die auf dieses Ziel hingearbeitet haben, zurecht stolz sein!“ Im Rahmen einer Feierstunde wurde die Grundschule Eversen jetzt zusammen mit vier anderen Schulen aus Niedersachsen ausgezeichnet – künftig kann die Schule mit einer entsprechenden Plakette hierfür werben. Insgesamt tragen nun 17 Schulen in Niedersachsen diesen Titel.

Für Schmidt ist die Auszeichnung für die Eversener Schule ein besonderer Beleg der Heimatverbundenheit in der Region: „Als in Sachsen Geborener habe ich Plattdeutsch erstmals hier in der Grundschule in unserer Heimatgemeinde Winsen kennengelernt – und damals nach einigem Üben am plattdeutschen Lesewettbewerb teilgenommen. Ich finde es ganz wunderbar, dass diese reiche Sprachtradition auch weiterhin gepflegt wird – Plattdeutsch gehört einfach zu Niedersachsen!“

Die Pflege der beiden Regional- bzw. Minderheitensprachen Plattdeutsch und Saterfriesisch wird in Niedersachsens Schulen besonders gefördert: Seit dem Schuljahr 2006/2007 ist die Sprachbegegnung mit dem Niederdeutschen für alle Schulen und Schulformen im Primar- und Sekundarbereich I verbindlich, 2011 ist zudem der Erlass „Die Region und ihre Sprache im Unterricht“ in Kraft getreten. Er eröffnet den Schulen auch Möglichkeiten des Spracherwerbs im Pflichtunterricht. Beispielsweise können Schulen danach in ausgewählten Fächern Unterricht auf Plattdeutsch oder Saterfriesisch erteilen. Das Niedersächsische Kultusministerium stellt der Landesschulbehörde zur Förderung der Sprachbegegnung und des Spracherwerbs zudem ein Stundenkontingent von insgesamt 265 Stunden pro Schuljahr zur Verfügung.

Beraterinnen und Berater für Niederdeutsch bzw. Saterfriesisch der Niedersächsischen Landesschulbehörde unterstützen die Schulen in ihrem Bemühen, etwa bei der Umsetzung von Projekten oder beim Start neuer Aktivitäten. Die Förderung erfolgt an den Grundschulen im Regelunterricht und im Sekundarbereich darüber hinaus auch im Wahlpflichtunterricht, in Arbeitsgemeinschaften oder in Projekten. Die Schulen nehmen beispielsweise an Lesewettbewerben, Theateraufführungen oder anderen öffentlichen Veranstaltungen teil.

Niederdeutsch und Saterfriesisch wurden in die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen aufgenommen. Als zwei der sogenannten kleinen Sprachen Niedersachsens zählen sie zu den wichtigen Kulturgütern. Plattdeutsch wird nahezu überall in Niedersachsen in unterschiedlichen regionalen und örtlichen Dialekten gesprochen, Saterfriesisch nur in der Gemeinde Saterland im Landkreis Cloppenburg. Auch der Landtag bekennt sich zur Verantwortung für den Schutz des Plattdeutschen und Saterfriesischen: „Erst vor einem Jahr haben wir im Landtag einstimmig den Antrag ,Plattdeutsch und Saterfriesisch weiter fördern’ einstimmig beschlossen – damit verbunden ist eine Vielzahl von konkreten Unterstützungsmaßnahmen für die Pflege der Sprachen. Das Programm ‚Plattdeutsche Schulen‘, wovon jetzt auch die Grundschule Eversen profitiert, ist hierfür der beste Beweis“, so Schmidt.

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