SPD will Flüchtlinge in Arbeit bringen – Antrag für Handwerksausbildung gestellt

Schmidt: „Wer arbeitet, hilft sich selbst und der gesamten Gesellschaft“

Der Landkreis Celle rechnet im kommenden Jahr mit 3.500 Flüchtlingen, die in die Region kommen. Hierfür entstehen dem Kreis selbstverständlich Kosten für die Unterbringung, die allerdings vom Land danach erstattet werden. Entscheidend ist für die SPD im Landkreis Celle, dass die Menschen schnell in Arbeit kommen: „Arbeit ist der wichtigste Faktor! Wer arbeitet, hilft sich selbst. Arbeit führt am schnellsten zur Integration, außerdem wird der Lebensunterhalt selbst verdient. Das hilft auch der gesamten Gesellschaft: Wer in Arbeit ist, muss keine Transferleistungen des Staates mehr beziehen“, sagt Maximilian Schmidt, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD im Landkreis Celle.

Für die SPD im Kreistag stellt sich diese Frage deshalb ganz konkret mit Blick auf den Kreishaushalt: „Zurzeit plant der Kreis mit enormen Ausgaben – und kalkuliert dabei damit, dass faktisch alle Flüchtlinge im Leistungsbezug bleiben und keiner in Arbeit kommt. Das ist uns als SPD zu wenig, hier muss sich der Landkreis mehr anstrengen“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Mathias Pauls. Nach einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit lassen sich im ersten Jahr 8 Prozent, nach 5 Jahren 50 Prozent und nach 10 Jahren 60 Prozent der Menschen in Arbeit bringen. „Man kann sagen: Immer noch zu wenig. Man sollte aber sagen: Immerhin – und wir wollen mehr! Unser Ziel auf allen Ebenen der Politik muss es sein, so viele Menschen wie möglich durch Sprachförderung, Qualifikation und Sozialpartnerschaft mit den Unternehmen in Arbeit zu bringen!“, so Maximilian Schmidt.

Die SPD hat deshalb jetzt einen Antrag in den Kreistag eingebracht, der genau dies zum Ziel hat: Der Landkreis soll damit aufgefordert werden, am Projekt „Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber teilzunehmen. Dieses Landesprojekt wurde von der SPD-geführten Landesregierung zusammen mit den Handwerkskammern angestoßen – Ziel ist es dabei, zum Ausbildungsjahr 2016/2017 so viele Flüchtlinge wie möglich nachzuqualifizieren und in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Dafür gibt es auch eine dringende Notwendigkeit in der Wirtschaft: Der Zahl der offenen Ausbildungsplätze stand zuletzt nur die Hälfte an Bewerbern gegenüber. „Unsere Landesregierung stellt hierfür 1,1 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Viel wichtiger ist aber: Hier werden alle wichtigen Akteure an einen Tisch gebracht – Kommunen, Arbeitsagentur, Kammern und Wirtschaft arbeiten gemeinsam. Genauso sollte auch im Landkreis Celle verfahren werden. Wenn wir so zügig wie möglich starten, haben wir auch eine gute Chance auf eine Förderung“, begründet der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt. In jedem Falle müsse alles unternommen werden, um Menschen in Arbeit zu bringen – und zwar alle, die, die hier sind und die, die zu uns gekommen sind.

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