Klingbeil und Schmidt: „Entscheidung für Truppenlager Oerbke ist richtig – gemeinsam werden wir die Herausforderung schaffen“

Zur Minute hat der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius im Plenum des Niedersächsischen Landtages die Zustimmung des Bundesministeriums der Verteidigung für die Nutzung des Camps Oerbke als Unterkunft des Landes für Flüchtlinge bekannt gegeben. Dieses Ergebnis steht nun nach intensiven Gesprächen, die in den letzten Tagen zwischen Hannover und Berlin geführt worden sind. „Die Entscheidung für das Truppenlager Oerbke ist richtig. Damit können in dieser nationalen Ausnahmesituation hier in Niedersachsen kurzfristig weitere 1.400 Flüchtlinge untergebracht werden“, erklären gemeinsam der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil und der SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt.

Nach dem Koalitionsgipfel in Berlin am vergangenen Wochenende war klar, dass weitere Optionen für die Unterbringung geprüft werden – dazu gehörte auch Oerbke. „Wir müssen jetzt alle verfügbaren Kapazitäten nutzen. Dafür müssen Bund und Land Hand in Hand schnell entscheiden. Das ist jetzt gelungen“, so Klingbeil. Hintergrund dafür ist die Notlage in Bayern: „Niedersachsen beteiligt sich weiterhin an der bundesweiten Aufnahmeaktion für die in Bayern ankommenden Flüchtlinge. Zurzeit findet eine minutiöse und partnerschaftliche Abstimmung zwischen Land und Kommunen statt, um die Flüchtlinge passgenau zu verteilen – hier leisten die Hilfsorganisation großartige Arbeit. Ebenso wird mit Nachdruck an dauerhaften Unterbringungsmöglichkeiten gearbeitet – dafür ist Oerbke ein wichtiger Beitrag, der enorme Entlastung bringen wird“, so Maximilian Schmidt. Damit kann auch verhindert werden, dass weitere Zeltstädte errichtet werden müssen. „Wichtig ist für uns dass es eine vernünftige Unterbringung mit ordentlicher Betreuung für die Flüchtlinge gibt“, so Klingbeil. „Hier brauchen wir die Unterstützung von Land und Bund.“

Klingbeil und Schmidt rechnen damit, dass innerhalb von wenigen Tagen die Einrichtung bezugsfertig gemacht werden kann. „Wir setzen jetzt auf eine gemeinsame Kraftanstrengung in der gesamten Region. Was im Nachbarkreis Celle gelungen ist, wird auch im Heidekreis gelingen. Wir rufen alle dazu auf, hierbei jetzt mitzuhelfen – gerade die Bevölkerung!“, so Klingbeil und Schmidt. Aus dem Innenministerium haben beide erfahren dass es zeitnah zu einer Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger kommen soll.

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