SPD beantragt erneut Einrichtung einer zweiten Gesamtschule im Celler Land

Pauls und Schmidt: „Gesamtschule wird unverändert stark nachgefragt – Landkreis muss die Realität endlich anerkennen!“

Am heutigen Donnerstag begann für 838.000 Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen ein neues Schuljahr, so auch im Landkreis Celle. „Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern einen richtig guten Start ins neue Schuljahr!“, sagt der heimische Landtagsabgeordnete und SPD-Parteivorsitzende Maximilian Schmidt. Das „Bildungsland Niedersachsen“ sei in diesem Schuljahr wesentlich gestärkt worden: „Mit dem neuen Schulgesetz ist Niedersachsen ein besseres Bildungsland. Wir haben zum Schulbeginn das neue, bessere Abitur nach 13 Jahren eingeführt. 2500 neue Lehrkräfte freuen sich auf ihre Schülerinnen und Schüler, es gibt 86 neue Ganztagsschulen – das sind sichtbare Erfolge sozialdemokratischer Bildungspolitik, die sich auch im Celler Land positiv auswirken“, so Schmidt.

Für genau 101 junge Menschen im Celler Land begann das neue Schuljahr allerdings nicht unter den bestmöglichen Vorzeichen: Sie konnten nicht die von Ihnen eigentlich gewünschte Schule besuchen, nämlich die Gesamtschule in Celle, die jetzt mit dem zweiten Jahrgang startet. Aufgrund der starken Nachfrage bei begrenzten Plätzen musste die Schule insgesamt 101 Absagen aussprechen. Deshalb erneuert die SPD-Fraktion im Celler Kreistag jetzt die Forderung nach Einrichtung einer zweiten Gesamtschule im Kreis: „Das Modell Gesamtschule ist ein Erfolgsmodell, die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache“ sagt Mathias Pauls, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 wurde eine Gesamtschule in der Stadt Celle eingerichtet. Aus dem Stand beliefen sich die Anmeldzahlen deutlich höher, als die Schule an Plätzen auswies: 212 Anmeldungen standen 150 Schulplätze gegenüber, somit mussten 62 Kinder abgelehnt werden. Zum neuen Schuljahr 2015/2016 setzte sich dieser Trend fort. Trotz Erhöhung der Schulplätze auf 180 – die Schule ist damit nun sechszügig – reichen die Plätze wieder nicht aus. Die nun 180 Plätze mussten unter 281 Bewerbungen aufgeteilt werden. Was bedeutet, dass erneut Absagen, diesmal 101, ausgesprochen werden mussten. Maximilian Schmidt sieht eine deutliche Entwicklung: „Die Zahlen werden auch künftig nicht sinken. Die Eltern wählen die Gesamtschule an, sie ist eine hochattraktive Schulform. Wir dürfen diesen Elternwunsch nicht länger ignorieren, sondern müssen endlich ein Angebot schaffen!“ Eine zweite Gesamtschule im Landkreis Celle einzurichten, sei deshalb nur folgerichtig. Schon bei der Entscheidung des Kreises zur Einführung der ersten Gesamtschule haben mehrere Kommunen im Landkreis den Wunsch geäußert, Standort einer solchen Schulform zu werden. Angesichts der dauerhaften Nachfrage und der begrenzten Kapazitäten am Standort Burgstraße seit laut der SPD die Einrichtung einer zweiten Gesamtschule im Landkreis nun dringend notwendig.

„Der Landkreis muss die Realität endlich anerkennen: Die Gesamtschule wird unverändert stark nachgefragt!“, so Pauls und Schmidt. Die Forderung richtet sich insbesondere an Landrat Klaus Wiswe als Chef der Kreisverwaltung: „Wir werben nun für eine Mehrheit für einen Beschluss zur Einrichtung einer zweiten Gesamtschule. Landrat Wiswe hat für Oktober Vorschläge für die Weiterentwicklung der Celler Schullandschaft in Aussicht gestellt. Wir fordern: Der Vorschlag für eine zweite Gesamtschule muss darin enthalten sein – alles andere wäre Realitätsverweigerung!“, so die beiden SPD-Politiker.

Hier finden Sie den Antrag der SPD-Kreistagsfraktion als Download: Antrag zur Einrichtung einer zweiten Gesamtschule

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