Einbindung in den Großraumverkehr Hannover: SPD beantragt Sondersitzung

Mende und Schmidt: „Probleme müssen zügig gelöst werden, der GVH muss endlich kommen!“

Im Rahmen einer Presseberichterstattung hat die Kreisverwaltung jetzt eingeräumt, dass es möglicherweise erneut zu Verzögerungen bei der Einführung des GVH-Tarifs (Großraumverkehr Hannover) für die Bahnhöfe Celle, Eschede und Unterlüß kommt. Bei der Celler SPD stößt diese Ankündigung auf völliges Unverständnis: „Wir haben Jahre für die Einführung des GVHs gekämpft, alle sind sich einig, die Einrichtung wurde verbindlich beschlossen. Und vor allem wurde die Finanzierung sichergestellt: In Hannover habe ich zusammen mit Kolleginnen und Kollegen erfolgreich durchgesetzt, dass das Land die Einführung des GVH-Tarifs im zweiten Ring um die Region Hannover mit der Rekordsumme von 2,125 Mio. Euro über drei Jahre unterstützen wird, Start sollte der 1. Januar 2016 sein. Und jetzt soll von den Verwaltungen wieder alles verschoben werden? Das ist unmöglich! Die Leute fühlen sich doch mittlerweile veräppelt“, ärgert sich der heimische Landtagsabgeordnete und Celler SPD-Vorsitzende Maximilian Schmidt.

Nach dem Verhandlungserfolg im März war der Weg geebnet: Die Einigung erfolgte zwischen dem Wirtschaftsministerium, der Region Hannover und den Landkreisen Celle, Hameln-Pyrmont, Heidekreis, Nienburg und Schaumburg dahingehend, den GVH-Regionaltarif in den genannten Landkreisen auf bestimmten Strecken auszuweiten. Die Ausweitung war von den Landkreisen gewünscht worden und wird nun vom Land mit insgesamt 2,125 Mio. Euro über drei Jahre gefördert, damit werden die Mindereinnahmen der SPNV-Verkehrsunternehmen ausgeglichen. Die Einführung des Tarifs soll zum 01.01.2016 umgesetzt werden. Zukünftig sollen im Landkreis Celle für die Station Celle zu den Cards auch Tickets, die zu einmaligen Fahrten berechtigen, gelten. Zusätzlich sollen die Stationen Eschede und Unterlüß an den Regionaltarif angeschlossen werden.

Nun hat die Kreisverwaltung geäußert, dass der Termin infrage gestellt wird. Besonders für den Celler Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende ist diese Ankündigung eine herbe Enttäuschung: „Seit meiner Wahl habe ich mich im erweiterten Wirtschaftsraum Hannover für diese Lösung intensiv eingesetzt. Die Widerstände auf allen Ebenen zu überwinden war nur im Zusammenwirken möglich. Wir als Stadt Celle brauchen den GVH dringend, gerade als Tourismusstandort mit Blick auf die Tagestickets. Mir fehlt jedes Verständnis, warum es nicht möglich ist, bis zum Jahresende die noch vorhandenen Probleme zu lösen!“, so Mende.

Schmidt und Mende fordern deshalb jetzt die Kreisverwaltung auf, dass die Probleme erläutert und anschließend zügig gelöst werden: „Wir haben bisher nur die lapidare Ankündigung zur Kenntnis nehmen müssen, dass es Probleme gäbe. Wir wollen konkret wissen, woran es liegt und wie die bestehenden Fragen beantwortet werden. Die Kreisverwaltung ist jetzt dringend am Zug! Wir haben deshalb als SPD eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses beantragt, damit hier endlich Klarheit geschaffen wird. Wir erwarten zusammen mit vielen Bürgerinnen und Bürger, die auf die Bahnverbindung angewiesen sind, jetzt präzise Antworten!“, so die beiden SPD-Politiker.

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