7,2 Millionen Euro Fördermittel für LEADER-Regionen im Celler Land

Schmidt: „Ein Riesenerfolg und massive Stärkung des ländlichen Raums!“

Eine gute Nachricht aus Hannover für den Ländlichen Raum: Die Landesregierung hat jetzt 41 LEADER- und 20-ILE-Regionen in Niedersachsen ausgewählt, die in der neuen EU-Förderperiode gefördert werden. Erfolgreich mit dabei sind auch alle vier Bewerbungen aus dem Celler Land: „Der monatelange Einsatz hat sich gelohnt, jetzt ist es soweit: Die Regionen Aller-Leine-Tal mit Hambühren, Winsen und Wietze, die Region Aller-Fuhse-Aue mit den Samtgemeinden Wathlingen, Flotwedel und der Stadt Celle sowie die Region Oberes Örtzetal mit Bergen, Fassberg und der Gemeinde Südheide werden neue LEADER-Regionen. Die Region Lachte-Lutter-Oker mit Celle, Lachendorf und Eschede wird neue ILE-Region.“, erklärt der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt, der jetzt über diesen Erfolg die beteiligten Bürgermeister aus dem Celler Land informieren konnte. Er dankte zugleich allen herzlich, die über Monate an den Bewerbungen mitgearbeitet haben.

Insbesondere für die drei LEADER-Regionen bedeutet die Auswahl eine enorme finanzielle Unterstützung: „Alle drei Regionen Aller-Leine-Tal, Aller-Fuhse-Aue und das Obere Örtzetal erhalten eine Zuweisung über 2,4 Millionen Euro für ihre Projekte, in Summe sind dies für das Celler Land bis zu 7,2 Millionen Euro. Das ist eine enorme Unterstützung für die Gemeinden im ländlichen Raum!“, freut sich Schmidt. Auch die neue ILE-Region Lachte-Lutter-Oker wird profitieren: Sie erhält in der neuen EU-Förderperiode einen Aufschlag von 10% auf ihre Vorhaben. Möglich wurde die Förderung, weil die rot-grüne Koalition zuvor die Mittel für die Förderung des Ländlichen Raumes aus den EU-Töpfen massiv aufgestockt hatte: „Das Programm LEADER ist sehr beliebt, unter der vorherigen Landesregierung waren aber nur 30 Fördermaßnahmen möglich. Um mehr Regionen in die Förderung zu bekommen, haben wir den Mittelansatz auf die Rekordsumme für LEADER und ILE auf 112 Millionen Euro erhöht. Das war notwendig auch um die vier Celler Bewerbungen durchzubekommen, bei landesweit 41 LEADER- und 20 ILE-Regionen ein sehr gutes Ergebnis!“, so Schmidt, der für die heimischen Bewerbungen in Hannover und Lüneburg geworben hatte.

Positiv bei den Celler Bewerbungen wurde auch gewertet, dass eine kreisübergreifende Zusammenarbeit stattfindet: So gehören zur Region Aller-Leine-Tal auch die Samtgemeinde Schwarmstedt und weitere Aller-Anrainer, zum Oberen Örtzetal auch Wietzendorf und Munster, zu Aller-Fuhse-Aue auch Uetze und zu Lachte-Lutter-Oker auch Meinersen. Das Auswahlverfahren fand unter Wettbewerbsbedingungen statt. Alle teilnehmenden Regionen konkurrierten mit ihren im Januar 2015 eingereichten Entwicklungskonzepten um die im sogenannten PFEIL-Programm zur Verfügung stehenden Mittel für LEADER und das ILE-Regionalmanagement in Höhe von rund 112 Millionen Euro für die gesamte Förderperiode von 2014 bis 2020. Die Förderung kommt damit den besten der eingereichten Konzepte zugute. Insgesamt 41 LEADER- und 20 ILE-Regionen haben das Auswahlverfahren erfolgreich bestanden und werden als LEADER- bzw. ILE-Region anerkannt.

Das Land setzt somit die bewährten Strukturen fort und bietet parallel zwei Förderinstrumente an, die eine Zusammenarbeit vor Ort und damit eine Entwicklung „von unten“ unterstützen. Die Akteure in den Regionen hatten seit Juni des letzten Jahres Regionale Entwicklungskonzepte erarbeitet und bis 10. Januar eingereicht. Die Konzepte waren die Voraussetzung für die Förderung und sind die Grundlage der weiteren Arbeit in den jetzt ausgewählten LEADER-Regionen. In diesen Konzepten sind Aussagen zu Stärken und Schwächen in der Region, zur Strategie für die weitere Entwicklung, zu konkreten Handlungsfeldern und zur Einbindung der lokalen Bevölkerung in den Entwicklungsprozess zu finden. Sie passen damit zielgenau für den Kooperationsraum.

„Diese Entwicklungskonzepte sind aber keine Produktion für die Schublade, sondern damit geht es jetzt richtig los!“, so Maximilian Schmidt. Durch viele konkrete Projekte vor Ort werden in den Jahren bis 2020 die Entwicklungsschritte in der Region für jeden sichtbar und die Konzepte mit Leben gefüllt. Ob Sanierung von Dorfmittelpunkten, die Einrichtung von Dorfläden, die Restaurierung und Umnutzung von historischen Gebäuden, Hilfen für Unternehmensgründungen oder auch Job-Qualifizierungsangebote – vieles ist mit den Fördermillionen möglich. „Was fest steht: Die 7,2 Millionen sind für die Regionen garantiert und bleiben hier – und vor Ort wird darüber entschieden, in welche Projekte sie fließen sollen“, so Schmidt. Zusätzlich können alle ausgewählten LEADER- und ILE-Regionen durch ein Regionalmanagement unterstützt werden, das das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure, die Ausarbeitung und Umsetzung der Projekte professionell begleitet.

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